• mischabund

Cybererpressung: Die unsichtbare Bedrohung

Aktualisiert: 28. März

Für das Jahr 2022 wird Cybererpressung eine der grössten Bedrohungen werden. Wie ernst nehmen Sie die Bedrohung?


Gemäss verschiedenen namhaften Sicherheits-Organisationen ist die Cybererpressung (Ransomware) die grösste Bedrohung im Jahr 2022. Nicht nur die Anzahl der Angriffe steigen, sondern auch die Angriffe werden immer ausgefeilter. Lösegeld wird nicht nur für die Entschlüsselung von Daten gefordert, auch mit der Veröffentlichung von vertraulichen Informationen wird gedroht. Die Bedrohung ist real und kann jedes Unternehmen treffen. Es sind nicht nur grosse internationale Firmen ein Ziel, sondern auch KMU, öffentliche Verwaltungen, NGO, etc.

Als Berater für KMU sind wir erstaunt, dass die Verantwortlichen, z.B. für den Brandschutz, präventive Massnahmen mit Notfallplan und sogar regelmässigen Übungen vorsehen. Im Vergleich dazu aber die Unternehmensführung die neue Cyber-Bedrohung zu wenig ernst nehmen.

Neben der Prävention ist ein Vorfallreaktionsplan (Incident-Response-Plan), ähnlich wie beim Brandschutz, essenziell. Man sollte sich vorgängig Gedanken über die wichtigsten Abläufe, d.h vor, während und nach einem Ransomware Angriff machen. Wie beim Brandschutz muss dieser Vorfallreaktionsplan auch durch das KMU regelmässig getestet werden. Dabei wird die Effektivität der eingesetzten IT-Security Tools überprüft.


Die Verantwortung für die präventiven Massnahmen und den wichtigen Vorfallreaktionsplan kann nicht delegiert werden, da IT-Sicherheit Chefsache ist!

Erfahrungsgemäss sind die Kosten für die Prävention, den Vorfallreaktionsplan und die Tests um ein Vielfaches tiefer als die Kosten eines Angriffsschadens.

Wir empfehlen aus diesem Grund, gemeinsam mit der KMU-Führung das Erarbeiten für den Vorfallreaktionsplan zeitnah zu initiieren. Wie bereits angesprochen, IT-Sicherheit ist Chefsache, erfolgreich ist man nur mit der vollumfänglichen Unterstützung der KMU-Verantwortlichen (Stichwort - Management Commitment).


Vorfallreaktionsplan


Unsere 7 Punkte zu einem Ransomware – Vorfallreaktionsplan

  1. Auftrag zur Erarbeitung des Vorfallreaktionsplans durch die KMU-Führung

  2. Aufnahme, Überprüfung und ggf. Anpassung der bestehenden präventiven Massnahmen

  3. Identifikation der Anspruchsgruppen (Stakeholders) – relevanten Parteien

  4. Wichtigsten Abläufe vor einem Angriff identifizieren und im Plan festhalten

  5. Wichtigsten Abläufe während eines Angriffs identifizieren und im Plan festhalten

  6. Wichtigsten Abläufe nach einem Angriff identifizieren und im Plan festhalten

  7. Vorfallreaktionsplan regelmässig überprüfen, testen und kontinuierlich verbessern



19 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen